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Bibliografische Daten:

Ausreißversuch

Roman einer Karriere

Johannes Schweikle

2013, 208 Seiten, geb. mit Schutzumschlag.
ISBN 978-3-86351-060-2
€ (D) 20,– / (A) 20,60 [Preis inkl. Ust]
Presseinfos:

Inhalt

Das Buch zum 100. Geburtstag der Tour de France: Die Geschichte vom grandiosen Aufstieg und desaströsen Fall eines Radsporthelden.

Ein Schlüsselroman und packendes Roadmovie, das den Blick freigibt auf die Höhen und die Niederungen des modernen Profisports.
 
Max Witt kennt sich aus mit erhöhter Geschwindigkeit. Als junger Radrennfahrer gewinnt er völlig unerwartet die Tour de France. Ganz Deutschland hängt sich in seinen Windschatten. Der Bildungsminister erklärt ihn zum Vorbild, sein Tempo sei gut für die Globalisierung. Als später herauskommt, dass er gedopt war, gerät der Radstar in den Strudel des Skandals: aus dem Helden wird ein Ausgestoßener. Die Nation erwartet seine Beichte.
 
Max Witt schweigt lange. Aber jetzt erzählt er seine Geschichte, lakonisch und mit scharfem Blick. Er berichtet vom Abenteuer des Sports, aber auch von gepanschtem Blut.
 
Das Idol, der Liebling a.D., wundert sich über die Heuchelei einer beschleunigten Gesellschaft, die für den Erfolg alle natürlichen Grenzen übertritt: Der Sohn des Ministers bekommt Ritalin, und wie nicht wenige Frauen bringt auch Max Witts Freundin ihren Körper mit Silikon aufs gewünschte Maß. Am Ende sagt Max Witt: »Doping ist bescheuert. Aber wie pervers ist ein Leben, das perfekt sein soll?«
 
Auch als ebook erhältlich und zwar hier.
 
Ein paar Zeilen zur Probe:
 
»Mein Manager hat mich bekniet, diese ganze Geschichte nicht zu erzählen. Sein Anwalt hat von Regressforderungen geredet und Summen wie aus dem Fußball genannt. Wenn ich auch nur die Hälfte davon zahlen müsste, hätte ich die ganzen Jahre umsonst gestrampelt. Aber ich will endlich reden. Ich spiel nicht länger den Sündenbock. Ich hab es satt, dass Viagramänner und Botoxfrauen mit dem Finger auf mich zeigen und sagen: Ah, der Doper. Diese Heuchelei kotzt mich an.«

»Wir Rennradfahrer haben ein eigenes Verhältnis zur Welt: Wir brauchen festen Untergrund, am besten Asphalt. Aber zwischen uns und dem Boden ist Luft, acht Bar, darauf schweben wir. Wir Radfahrer sind die schnelleren Menschen: Wir bezwingen die höchsten Pässe, bergab hängen wir Mercedesfahrer ab.«

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