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Covadonga Verlag
Rainer Sprehe
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D-33604 Bielefeld
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Bibliografische Daten:
Dino Buzzati: Beim Giro d’Italia

Aus dem Italienischen von Michaela Heissenberger.
Mit einem Vorwort von Michael Reinsch und einem Nachwort von Claudio Marabini.

Covadonga Verlag, 2014 - ISBN 978-3-936973-95-2
Klappenbroschur; 192 Seiten im Format 21 cm x 14,8 cm
Ladenpreis: EUR 12,80 [D]
Presseinfos:
Pressemitteilung
Coverbild

Inhalt

  Es war ein Glücksfall für Freunde des Sports und der Literatur: 1949 entschied sich die Mailänder Tageszeitung Corriere della Sera, Dino Buzzati als Korrespondent zum Giro d’Italia zu entsenden. Und was sich in den folgenden Wochen auf den Straßen seines Landes vor den Augen des gefeierten Romanciers („Die Tatarenwüste“) abspielte, geriet zu einer Sternstunde in der Geschichte des Radsports. Das Duell zwischen den ungleichen Nationalhelden Fausto Coppi und Gino Bartali gipfelte in einer endgültigen Machtübernahme, die Buzzati in seinen täglichen Reportagen vom Rennen kunstvoll zur Schlacht zwischen Achill und Hektor verdichtete. Nun endlich liegt dieses bemerkenswerte Dokument der Sportliteratur und Zeitgeschichte unter dem Titel „Dino Buzzati: Beim Giro d’Italia“ erstmals in deutscher Sprache vor – in einer Übersetzung von Michaela Heissenberger und versehen mit einem aktuellen Vorwort von FAZ-Sportreporter Michael Reinsch.

„Als ich heute auf dem schrecklichen Anstieg des Col d’Izoard Bartali sah, wie er ganz allein zornig vor sich hin trat, schlammbedeckt, die Mundwinkel nach unten gezogen in seelischem und körperlichem Schmerz – und Coppi war schon seit einer Weile durch, er kletterte bereits die letzten Steilstücke des Passes hoch –, da stieg in mir ein in dreißig Jahren nie vergessenes Gefühl auf. Vor dreißig Jahren, das war, als ich erfuhr, dass Hektor von Achill getötet worden war.“ So erzählt der berühmte italienische Schriftsteller von der epischen Rivalität zwischen den beiden großen Radsportlern Gino Bartali und Fausto Coppi. Die Szene verdeutlicht, wie die 25 miteinander verbundenen Texte dieses Bandes fast eher als Erzählung gelesen werden können denn als Bericht. Der Erzähler Buzzati steckt den Journalisten in die Tasche, seine Wahrnehmung verschränkt sich immer enger mit der Phantasie, seine Beschreibungen gerinnen zur zaubermächtigen existenziellen Metapher.


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